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Über die Federung

Die Federung hängt ab von

  • der Form des Trampolins 
  • den Federn
  • Größe und Material des
    Sprungtuchs
  • dem Rahmen 


Die Form
... ist der entscheidende Faktor bei der Federung. Dabei ist die rechteckige Form der runden überlegen. Bei der rechteckigen Form werden die Federn unterschiedlich stark gedehnt, was in einer tiefen und äußerst langen und kraftvollen Beschleunigung und Retardierung resultiert, die nur einen kleinen Teil der Kraft in die Mitte abgibt. So entsteht eine gut kontrollierbare Federung.

 

Auf einem runden Trampolin werden die Federn eher gleichzeitig belastet und geben daher einen größeren Teil der Kraft in die Mitte ab. Daher sind alle Wettbewerbstrampoline rechteckig, weil die rechteckige Form eine bessere Rückfederung und eine bessere Kontrolle über den Sprung ermöglicht. Bei unseren rechteckigen Modellen waren so Sprünge von über 9 Metern möglich (gegenüber 2-3 Metern auf runden Trampolinen).

 

Da runde Trampoline die Kraft gleichmäßig verteilt aufnehmen, kann deren Rahmen deutlich leichter ausfallen als bei rechteckigen Modellen, bei denen die Kraft aufgrund der größten Belastung an den Längsseiten ungleich verteilt ist.
 

Die Federn

Nicht nur die Länge oder Anzahl der Federn spielt eine Rolle, sondern auch die Dicke des Drahtes und des Durchmessers, die Form und Wickelung der Federn sowie die Qualität des Stahls (wegen der Lebensdauer der Federn). Ein Teil der Federn ist am Ende kegelförmig, um bei einer Dehnung mehr Widerstand zu leisten. Eine Feder mit einem größeren Durchmesser lässt sich leichter dehnen als eine Feder mit einem geringeren Durchmesser. Welche Federn zu welchem Trampolin passen, muss berechnet und in der Praxis getestet werden.
 

Es würde nicht funktionieren, in einen Fiat einen Formel-1-Motor einzubauen, das Auto würde entweder kaputt gehen oder beim Fahren eine Gefahr darstellen. Gleiches gilt bei Trampolinen: starke Federn müssen zu den anderen Teilen des Trampolins passen, sonst geht das Trampolin kaputt oder ist zu gefährlich für den Gebrauch.

 

Mehr Federn führen nicht automatisch zu einer besseren Federung. Stellen Sie sich ein Trampolin mit 1000 Federn vor – es wäre hart wie ein Brett und hätte eine nahezu unmerkliche Rückfederung. Kurz: Das Zusammenspiel zwischen Länge, Durchmesser, Form und Spannung der Federn macht die Rückfederung aus.

 

 
Größe und Material des Sprungtuches

 
Die Größe
Bei einem fertig aufgebauten Trampolin entsteht zwischen Sprungtuch und Boden ein Luftkissen.
 


 

Wenn Sie auf dem Trampolin springen und beim Landen das Sprungtuch heruntergedrückt wird, schiebt dieses die Luft, die sich unter ihm befindet, zur Seite weg. Umgekehrt bildet sich beim Absprung ein Vakuum unter dem Sprungtuch, das von den Seiten her Luft unter das Tuch zieht. Das gesamte Trampolin funktioniert also wie eine große Pumpe, die Luft unter das Sprungtuch und von ihm weg pumpt.

 

 

Je größer das Sprungtuch, desto größer die Pumpwirkung. Deswegen gestaltet sich der Sprung auf einem Trampolin mit einem Durchmesser von 5 m (und 13 m2 Sprungfläche) träger als beispielsweise auf einem Trampolin mit 4,3 m oder 3,8 m Durchmesser, denn bei kleineren Trampolinen werden auch kleinere Luftmassen (dementsprechend schneller) bewegt.

 

2-String-Nylonsprungtuch
Um das oben beschriebene Problem mit dem Pumpeffekt zu beheben, verwendet man nun Sprungtücher, die die Luft fast vollständig durchlassen anstatt sie zu den Seiten hin wegzudrängen. Auf diese Weise entweicht die Luft nach oben durch das weitmaschige Tuch, was eine deutlich bessere Rückfederung mit sich bringt. Dies ist auch der Grund, weshalb alle Wettkampftrampoline mit dieser Art Sprungtuch ausgestattet sind. (Bitte beachten Sie, dass diese Sorte Sprungtuch also nur bei rechteckigen Trampolinen verwendet wird!).
 

 

Ein weiterer Vorteil des durchlässigen Tuches ist, dass es anders als PP-Gewebe bei Regen nicht rutschig wird. Der Nachteil dieser Sprungtücher ist, dass sie teurer als „normale“ und nicht so hautfreundlich sind, wenn man auf ihnen hinfällt. Außerdem muss man das Tuch alle 3-4 Jahre mit schwarzer Spezialfarbe streichen, um den Nylonüberzug vor UV-Strahlen zu schützen. Hierzu können Sie das Tuch entweder bei uns einschicken, oder bei uns die Farbe bestellen und diese selbst mit einem Farbroller auftragen. Ein Tuch aus PP-Gewebe benötigt dagegen keinerlei Pflege.

  

Der Rahmen
Mit jeder Bewegung, die der Rahmen macht (z. B. nach unten, nach oben oder zur Seite), nimmt er Ihnen einen Teil Ihrer Sprungkraft weg. Für eine optimale Rückfederung sollte der Rahmen also so schwer und kräftig wie möglich sein. Wie wirkt sich die Federung auf den Körper aus?
Lesen Sie„Der Doktor hat das Wort“.